Aufgrund vieler Gespräche und Emailanfragen mit interessierten Bürgern Kelterns, haben wir uns dazu entschlossen, die häufigsten Fragen und Antworten hier zu veröffentlichen. Die Liste werden wir bei Bedarf erweitert und auf www.wir-in-weiler.world veröffentlichen. Fragen können weiter an mitmachen[at]wir-in-weiler.world gerichtet werden.

Frage: Warum nennt ihr euch „WIR-IN-WEILER“ und nicht „WIR-IN-KELTERN“?

 

Antwort: Wir nutzten das Wort „Weiler“ mehrdeutig: Einmal im Sinne der gleichnamigen Siedlungsform eines Weilers. Zum anderen beziehen wir uns auf den Ort „Weiler“, als kleinere Einheit der Gemeinde Keltern.

Frage: Was ist ein Weiler (Siedlungsform)?

Antwort: Ein Weiler ist eine Siedlungsform, in der Mensch und Natur nebeneinander existieren können und weitestgehend auf Bodenversieglung verzichtet wird. Somit ist ein Weiler ein Gegenentwurf zu den heute üblichen Siedlungsformen des (nachverdichteten) Dorfs oder der Stadt. In den letzten beiden Siedlungsformen gibt es stets eine harte Trennung zwischen Menschen auf der einen und Tier- und Pflanzenwelt auf der anderen Seite.


Frage: Warum bezieht ihr euch auch auf den Ort Weiler? Wollt ihr nur für die Interessen Weilers oder auch für ganz Keltern einstehen?

Antwort: Wir stehen klar für die Interessen aller Einwohner Kelterns. Den Ort Weiler wählten wir deswegen, um das göttliche Prinzip: „in minimis maximus“ zu verdeutlichen. Das bedeutet, wenn die kleinste Einheit (=Weiler, Dietenhausen, Niebelsbach, Dietlingen, Ellmendingen) gesund und vital ist, dann ist es auch die größere. Anders ausgedrückt: Es kann keine gesunde und lebendige Gemeinde Keltern geben, wenn die Teilorte es nicht sind. Selbstverständlich gilt dies ebenso für die größeren sozialen Einheiten wie z.B. den Enzkreis, Baden-Württemberg, Deutschland, Europa, die Welt

Frage: Ist euer Wahlprogramm nicht reine Utopie (Vision), also nicht in der Realität umsetzbar?

Antwort: Ganz gewiss nicht. Viele Punkte unseres Programms wurden auf die eine oder andere Art und Weise bereits in real existierenden Gemeinden, sowohl in Deutschland als auch der EU, in die Praxis umgesetzt.

Was?

Wo? (anklickbare Links)

100% Bio-DorfUngersheim (Elsass), etwa 100 in Deutschland
Großengeltaugliche EntscheidungenMarinaleda (Spanien), Enzkreis
Solidarische LandwirtschaftPforzheim/Enzkreis, 243x in Deutschland, Marinaleda (Spanien)
Erhalt und Widerherstellung biologischer VielfaltBayern
Regionale Kreisläufe stärkenUngersheim (Elsass), Chiemgau (BY)
Vergabepraxis zugunsten ortsansässiger UnternehmenMarinaleda (Spanien)
Günstige kommunale EnergieversorgungUngersheim (Elsass), Ascha (BY), Schönau (BW)
Straßen- und wege-Erhalt in EigenregieMarinaleda (Spanien),
Umsetzung neuer SiedlungskonzepteNieklitz (MV), Ungersheim (Elsass), Wittlich (RP), Bosau (SH), Ludwigsfeld-Ahrensdorf (BB), Wendland, Hitacker(NS), Gutenstein (BW)
Direkte DemokratieUngersheim (Elsass), 38 in Deutschland (2018)
Freilern-System für SchülerStuttgart, Tübingen, 17 alleine in BW
Sozialverträgliches EinkaufenMarinaleda (Spanien), Über 70 weitere in Deutschland
PflanzenkläranlagenFalkensee, Osnabrück, uvm.
Unberührbare SchutzzonenBayern
BürgerhaushaltMarinaleda (Spanien), ca. 40 in Deutschland, uvm
Kostenloser ÖPNVUngersheim (Elsass), Aschaffenburg (BY)
BürgerforenUngersheim (Elsass), Marinaleda (Spanien), ca. 40 in Deutschland, uvm