Winter – Frühling – Sommer – Herbst. Aufnahmen von Weiler an der Pfinz.
Leben bedeutet die Natur und Landschaft zu beschützen.
Überall auf der Erde. GEMEINSAM FÜR MEINE UND DEINE ERDE - Komm, mach mit 🙂

Wahlprogramm der Wählervereinigung WIR-IN-WEILER (WIW)
für die Gemeinderatswahl der Gemeinde Keltern 2019

EIN WEILER ZEIGT DIE ZUKUNFT
EIN WEILER ZEIGT DEN WEG

Die Wählervereinigung WIR-IN-WEILER (WIW) ist unabhängig.

Wir, die Mitglieder, haben uns großteils beim Leitbildprozess der Gemeinde Keltern gefunden. Wir setzen uns für die Gesundung der Natur, für eine Steigerung der Lebensqualität und Lebensfreude für die Menschen in unserer Gemeinde ein. Wir orientieren uns an dem göttlichen Prinzip „in minimis maximus“, d.h. wenn die kleinsten Einheiten, also die Dorfgemeinschaften, der „Weiler¹“ von Ellmendingen, Dietenhausen, Dietlingen, Niebelsbach und Weiler gesund und vital sind, können die nächst größeren Einheiten Keltern, Baden-Württemberg, Deutschland, Europa und somit die gesamte Welt ebenso gesund und vital sein.

An den drei größten Umweltproblemen der nächsten Jahrzehnte arbeiten wir lösungsorientiert:

1. Deutschland ist eines der dichtest besiedelten Länder der Erde und weist eine sehr hohe Dichte an Infrastruktureinrichtungen auf.

Das ungebremste Zubetonieren unserer Äcker, Wiesen und Wälder muss zum Erhalt der Gesundheit der hier lebenden Menschen mit sofortiger Entschiedenheit unterbunden werden. Der industrialisierte Flächenfraß zerstört unsere letzten Reste der Natur und damit auch uns.

Einwanderung und unkontrollierte Zuwanderung und die Aufnahme von Menschen, die gezielt durch Krieg und Vertreibung – also durch den rigorosen Abbruch existentieller Bindungen und Entwurzelung – traumatisiert und ausgebeutet werden, sind verbunden mit weiterer extensiver Überbauung unserer eh schon knappen Flächen.

Die Ursachen für Flucht und Vertreibung sind globalpolitisch, weltumspannend und durch die Regierungen und deren Sozialstrukturen in diesen Kriegsländern selbst zu lösen.

Die Arbeitsplatz- und Wohnraumbeschaffung für die planmäßig und gezielt erzeugten Einwanderer und der dadurch entstehende Mehrverbrauch an natürlichen Ressourcen und die Mehrproduktion von Konsumgütern dienen schlussendlich nur den überhöhten Ansprüchen und überzogenen Lebensstandards der bereits jetzt schon (Super-)Reichen. Spannungen zwischen den einfachen Bürgern sind vorprogrammiert. Der Kampf um die Existenz hat längst begonnen.

Müllhalden von unnötigen Produktionsgütern und künstlich erzeugte Nahrungsmittelabfälle drohen die Erde zu ersticken.

Daher: Sofortiger Stopp des unersättlichen Flächenfraßes und sofortiger Stopp sinnloser Überproduktionen einer fehlgeleiteten Wegwerfgesellschaft

Schlagwort: Flächenfraß und Wegwerfgesellschaft STOPP !

 

2. 100% Bio-Dorf: Keine chemischen Dünger und Pestizide im Weiler.

Die landwirtschaftlichen Flächen sollen zur Erzeugung von guten Lebensmitteln für die Bewohner der direkten Umgebung genutzt und ausgebaut werden.

Eine gesunde Selbstversorgung der Einwohnerschaft soll ortsnah garantiert werden. Die Wege vom Acker zum Verbraucher sollen so kurz wie möglich gehalten werden.

Chemie hat auf unseren Tellern nichts zu suchen. Tägliche Anlieferungen von minderwertigen Nahrungsmitteln mit Flugzeugen, Schwerlastverkehr quer durch Europa und durch die Welt müssen unterbunden werden.

Daher: Ortsnah anpflanzen auf gesunden Böden zum direkten Verbrauch für die ortsansässige Bevölkerung, Selbstversorgung für unsere gesunde Ernährung durch die Gemeinde – ortsnah und qualitativ hochwertig anpflanzen und ernten: Frische gehört sofort auf den Tisch !

Schlagwort: 100% Bio-Dorf

 

3. Die sofortige Regenerierung aller Böden, Luft und Gewässer muss eingeleitet werden. Schadstoffe in Luft, Wasser und Böden müssen permanent durch gewissenhafte und wirksame Untersuchungen an Ort und Stelle aufgezeigt werden.

Dabei spielt die Humusbildung und die Aufforstung der Wälder eine tragende Rolle.

Die Landwirtschaft in unserer Gemeinde hat so zu wirtschaften, dass Böden, Wasser und Luft dauerhaft verbessert werden, sowie Pflanzen, Mensch und Tiere koexistieren können.

Daher: Sofortige und konsequente Regenerierung von Wasser, Luft und Boden

Schlagwort: Wasser, Luft und Boden

 

Für folgende Punkte setzen wir uns besonders ein:

Wir wollen …

  • … einen Paradigmenwechsel in Keltern: Kein quantitatives Wachstum, nur noch qualitatives Wachstum. Keine weiteren versiegelten und überbauten Flächen oder künstliche Anhebung der Einwohnerzahl, sondern schönere und lebenswerte Ortskerne zum Wohlfühlen. Der Dorfplatz soll für alle ein zweites Wohnzimmer sein.
  • … nur noch Großenkel taugliche Entscheidungen fällen. Jede mögliche Maßnahme muss darauf geprüft werden, ob diese auf Sicht von 2-3 Generationen auch sinnvoll ist. Kurzsichtige Maßnahmen und Entscheidungen mit verheerenden, gesundheitsschädigenden Auswirkungen für die Zukunft wollen wir nicht.

  • … den Aufbau einer solidarischen Landwirtschaft in der Gemeinde zur Absicherung der einheimischen Bauern und eine gesunde Versorgung der Bürger mit hochwertigen regionalen Lebensmitteln. Es muss ohne Einsatz von Umwelttoxinen angebaut werden. Als Vorbild dient die Solidarische Landwirtschaft Pforzheim/Enz.

  • … den Erhalt und die Wiederherstellung der biologischen Vielfalt (Diversität von Arten und Ökosystemen) durch die Renaturierung der natürlichen Wasserkreisläufe, sowie durch die Wiederherstellung von Streuobstwiesen und Mischwäldern (Fruchtwälder) und sukzessive Umwandlung der intensiven Forstwirtschaft zu einer extensiven.

  • regionale Kreisläufe stärken durch die Bildung von Genossenschaften, Vereinen und Stiftungen. Die Landwirtschaft soll von verbesserten Vermarktungsmöglichkeiten profitieren. Dies sichert die Unabhängigkeit der Betriebe von Agrarsubventionen.

  • … eine öffentliche Diskussion anregen, wie die Einkommensseite unserer Gemeinde langfristig erhalten und verbessert werden kann, besonders durch die Umsetzung einer allgemeinen Vergabepraxis von kommunalen Aufträgen zu Gunsten ortsansässiger Unternehmen.

  • … keine Privatisierungen der kommunalen Daseinsvorsorge, insbesondere nicht der Wasserversorgung. Zulässig wäre lediglich die Überführung der Einrichtungen der Grundversorgungen in (Bürger-)Stiftungen, die ausschließlich dem Allgemeinwohl zu dienen haben.

  • … eine kommunale Energieversorgung, die alle Einwohner der Gemeinde mit günstiger Energie versorgt. Dies kann durch einen Mix aus regenerativen Energien (Solar- und Körperenergie, vertikale Windkraft, KEINE horizontale Windkraftanlagen!) oder und konventionellen Methoden (Blockheizkraftwerk) erzeugt werden. Niedrigenergie- und Passivenergiehäuser bei Sanierungsmaßnahmen sind anzustreben.

  • … einen Ausbau des gemeindeeigenen Bauhofes und den Aufbau der Kooperation mit Nachbargemeinden, um teure Aufgaben, wie den Straßen- und Wege-Erhalt in Eigenregie zu bewerkstelligen. Dies wird den Haushalt entlasten und weitere Arbeitsplätze in der Gemeinde schaffen.

  • … die Umsetzung neuer Siedlungskonzepte, die sich an der Siedlungsform eines Weilers orientiert, hervorgerufen, konzipiert und erschaffen aus der eigenen Bürgerschaft. Die neue Siedlungsform soll ein Neues Miteinander ermöglichen, das Wohnen, Arbeiten und Leben an einem Ort vereint. Zu finden sind die Elemente des „Neuen Miteinander“ auch in Mehrgenerationen-Siedlungen, Cohousing-Siedlungen, Ökodörfern und Gartenringdörfern.

  • … die Aktualisierung der bisherigen repräsentativen örtlichen Demokratie mit neuen Elementen der direkten Demokratie (Bürgerentscheide, Planungsräume, Weiterführung des Leitbildes mit Schwerpunkt Natur und Demokratie, Einführung des Bürgerschaftlichen Engagements) sowie einer sukzessiven Änderung von rein demokratischen Mehrheitsbeschlüssen hin zu soziokratischen Konsensbeschlüssen, die in der Praxis eine wesentlich höhere Qualität und Effektivität bewirken.

  • … dafür einstehen, dass Gemeinderatssitzungen in Zukunft nur noch öffentlich abgehalten werden. Das „Prinzip der Geheimhaltung“ wollen wir durch das „Prinzip der Öffentlichkeit“ ersetzen. Entscheidungen, die uns alle angehen, dürfen nicht hinter verschlossenen Türen gefällt werden. Die Transparenz der Verwaltung muss gegenüber allen Bürgern stets gegeben sein. Die Verwaltung ist für den Bürger da und nicht umgekehrt. Deswegen wollen wir das undemokratische Prinzip des Fraktionszwanges abschaffen.

  • … Radwege durchgängig zwischen allen Ortschaften, auch den benachbarten Gemeinden, das Anlegen von Baumalleen, Verbesserung der Anschlüsse des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), Öffentliche Verkehrsmittel kostenlos für Bürger bereitstellen, Seelenstübchen einrichten für Mediation und Meditation, Einführung des Freilern-Systems für Schüler, sozialverträgliches Einkaufen, Errichten mehrerer Liege- und Sitzbänke auf Spazier- und Wanderwegen, Unterstützung des Fairen Handels, sukzessive Einführung von Pflanzenkläranlagen & Kompost-Trenn-Toiletten, Ausweisung von unberührbaren Öko- und Schutzzonen in der Gemeinde, ähnlich der Ausweisung von Kulturlandschaften durch die UNESCO. Zur Verwirklichung dieser Ziele sollen spezialisierte Bürgerforen innerhalb des Bürgerschaftlichen Engagements errichtet werden, die in ihrem eigenen Bürgerhaus mit eigenem Bürgerhaushalt tagen und entscheiden.

 

MIT HERZ UND VERSTAND

FÜR UNSERE GEMEINDE

FÜR UNSEREN WEILER !

 


¹ Unter einem Weiler verstehen wir – im Gegensatz zu einem Dorf oder einer Stadt – eine Siedlungsform, die möglichst auf Flächenversiegelung verzichtet und sich in die Natur einfügt, anstatt eine harte Trennung zwischen Natur auf der einen und Menschen auf der anderen Seite zu erzwingen. Ein Weiler ist autark und weitestgehend autonom, eine Soziokratie, eine gesellschaftliche Form von Selbstbestimmung, in der durch die konsequente Selbstorganisation und Mitverantwortung kollektive Intelligenz entwickelt wird.

Dieses Programm finden Sie auch auf unserer Website www.WIR-IN-WEILER.world

V.i.S.d.P.: Stellvertretend für WIR-IN-WEILER (WIW)

  • Leibeck Ina, Mühlbachstr. 35, 75210 Keltern-Weiler
  • Ott André, Weinbergstr. 4, 75210 Keltern-Ellmendingen
  • Wolf Florian, Hauptstr. 93, 75210 Keltern-Weiler